MSE 2026

Vom 29.09. bis 01.10.2026 nahm der Lehrstuhl für Hochtemperaturwerkstoffe an dem Materials Science and Engineering Congress 2026 (MSE26) in Darmstadt teil. Die MSE zählt zu den zentralen internationalen Konferenzen im Bereich der Werkstoffwissenschaften und bietet eine Plattform für den Austausch über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Werkstoffkonzepte und innovative Methoden der Werkstoffentwicklung.
Die Mitarbeitenden des Lehrstuhls nutzten die Konferenz, um aktuelle Forschungsthemen vorzustellen und sich mit Forschenden aus verschiedenen Bereichen der Werkstoffwissenschaften auszutauschen. In einem Posterbeitrag von Florian Würpel wurde die Modellierung und experimentelle Validierung von Partikelzerkleinerung in einer Planetenkugelmühle vorgestellt. Der Beitrag thematisierte die Beschreibung und experimentelle Überprüfung von Zerkleinerungsvorgängen mittels diskreter Elementmethode (DEM).
Darüber hinaus wurde in einem Vortrag von Rostyslav Nizinkovskyi die gezielte Einbringung von Karbiden zur Verbesserung der Duktilität einer komplexkonzentrierten Hochtemperaturlegierung präsentiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Mikrostrukturentwicklung, die Unterdrückung der Bildung einer spröden Laves-Phase sowie die daraus resultierende Absenkung der Spröd-Duktil-Übergangstemperatur.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete das von Prof. Manja Krüger mitorganisierte Symposium „Metallic High Temperature Materials for Structural Applications“. Im Symposium wurden aktuelle Entwicklungen metallischer und intermetallischer Hochtemperaturwerkstoffe für zukünftige Anwendungen wie in der Energietechnik, Wasserstofftechnologie und Fusion diskutiert. Neben der Entwicklung neuer Werkstoffe standen dabei auch deren Charakterisierung, Verarbeitung sowie Modellierung im Mittelpunkt.
Die MSE26 bot damit vielfältige Möglichkeiten, aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren, neue wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen und Einblicke in unterschiedliche Forschungsansätze zu gewinnen. Die Gespräche und Diskussionen mit anderen Forschenden lieferten zugleich neue Impulse für die weitere wissenschaftliche Arbeit am Lehrstuhl.
Text & Bilder: M.Sc. Florian Würpel